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Cécile

Theodor Fontane

Roman

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Produktbeschreibung

Subtiler Frauenroman über die Macht der Vergangenheit

»Wer mal ›drinsitzt‹, gleichviel mit oder ohne Schuld, kommt nicht wieder heraus« – auf diese saloppe Formel bringt Fontane in einem Brief, was sein Roman »Cécile« auf großartig vielschichtige Weise illustriert. Das 1887 veröffentlichte Gesellschaftsporträt beginnt als Sommerfrischler-Idylle und verdüstert sich zu einem Seelendrama von beklemmender Intensität.

Herr von Gordon sitzt auf dem Balkon eines Harzer Luftkurhotels beim Frühstück, genießt die Aussicht und beobachtet über seine Zeitung hinweg das Kommen und Gehen der Gäste. Ein soeben angereistes Paar fesselt sein Interesse: Er, ein soignierter älterer Herr von militärischer Haltung, sie, eine zwanzig Jahre jüngere Schönheit par excellence. Die stille, bei allem Charme niedergedrückt, ja leidend wirkende junge Frau geht ihm nicht mehr aus dem Sinn. Auf gemeinsamen Ausflügen in zauberhafter Landschaft kommt man einander näher, doch die heiteren Tage sind bald vorüber. Als Gordon der rätselhaften Cécile in Berlin wiederbegegnet, erfährt er etwas über ihre Vergangenheit, das ihn zutiefst schockiert. Das zwischen Selbstbeherrschung und Leidenschaft in der Schwebe gehaltene Verhältnis der beiden gerät dramatisch aus der Balance.
Die psychologische Delikatesse, mit der Fontane seine Dreiecksgeschichte entfaltet, die Eleganz der Dialoge und die raffinierte Entlarvung gesellschaftlicher Urteilsmechanismen zeigen Fontane auf dem Höhepunkt seiner Meisterschaft. Die von ihrem Vorleben eingeholte Titelheldin entwickelt sich zu einer der eindrucksvollsten tragischen Frauenfiguren in Fontanes Erzählwerk.