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Auf der Schwelle des Fremden

Alexis Schwarzenbach

Das Leben der Annemarie Schwarzenbach

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89,00 

Verlag
Collection Rolf Heyne
Sprache
Deutsch
Artikel-Nr.
Lieferzeit
4-7 Werktage* (Deutschland)

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Produktbeschreibung

‘Das Leben zerfetzt sich mir in 1000 Stücke’, schreibt Annemarie
Schwarzenbach 1935 in einem Brief an Klaus
Mann – düstere Zeilen für eine 27-Jährige. Dabei scheint die
begabte Schriftstel lerin und Tochter aus reichem Schweizer
Elternhaus vom Glück eigentlich begünstigt: gebildet, von außergewöhnlicher
androgyner Schönheit und Melancholie – sie verdreht
Männern und Frauen gleichermaßen den Kopf – und mit
einer großen Leidenschaft für alles Fremde führt sie ein unangepasstes
Leben. Mit ihrem Auto fährt sie von der Schweiz nach
Afghanistan, Indien, Irak und Iran, wo sie auch einige Zeit lebt;
sie arbeitet in Belgisch-Kongo und den USA. Ihre Erlebnisse hält
sie in faszinierenden Fotografien und poetischen Texten fest.
Aber es gibt auch eine dunkle Seite: Ex zesse, Drogen, Depressionen,
immer wieder vermischt mit kreativen Schüben, ein
Tanz auf einer schmalen Klinge, der wiederholt in Entzugskliniken
und in die Psychiatrie führt. Man vermutet begin nende Schizophrenie
und vernachlässigt die Suche nach den Gründen: Die
kompli zierte Mutter-Tochter-Beziehung, ihre Homo sexualität
und die Stigmatisierung durch die Gesellschaft, die politische Lage
in Europa, der innere Rückzug als Reaktion auf das äußere
Chaos. Klaus Mann antwortet damals: ‘Wir werden es schon
zuwege bringen, das Leben’. Annemarie stirbt 1942 an den Folgen
eines Fahrradunfalls, Klaus sieben Jahre später an einer
Überdosis Schlaftabletten.
Alexis Schwarzenbach zeichnet mithilfe zum Teil unver
öffentlichter, aus Familienbesitz stammender Dokumente
und Fotos, sowie umfangreichen Archivmaterials (darunter der
Nachlass der Familie Mann) das Leben seiner Großtante nach.
Erstmals publizierte Texte und zahlreiche Bilder, die das Talent
Schwarzenbachs als Fotojournalistin belegen, ermöglichen ein
umfassendes Portrait der schillernden Schweizerin.