Zu Beginn des 19. Jahrhunderts stand die einst mächtige Reichskirche nach dem Sturm der Säkularisation auf ihre Kirchen und Klöster vor einem Trümmerhaufen – und mit ihr große Teile der Bevölkerung.
Der Verlust alter Besitz- und Herrschaftsrechte verlangte eine grundlegende Neuordnung des Kirchenwesens. Diese geschah in zum Teil heftigen Auseinandersetzungen mit den einzelnen neu entstandenen deutschen Staaten – ausgewählte Beispiele aus Bayern, Preußen, dem Königreich Hannover und den südwestdeutschen Staaten zeigen dies auf.
Letztlich erfasste eine heilsame Neuorientierung die Kirche, eine allgemein-religiöse Erneuerung, die dem Papsttum vor allem in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts steigenden Einfluss verschaffte.